3 Dinge, die du über dich sagen können solltest

Ich werde, zu meinem Erstaunen, oftmals auch von Gleichaltrigen darauf angesprochen, warum ich mein Studium nicht schon längst beendet habe (Meine wesentlich älteren Mitmenschen fragen mich das übrigens seltener!). Eine Frage, bei der ich mich immer etwas unwohl fühle.

Ich fühle mich unwohl, weil mir signalisiert wird, dass ich etwas falsch mache. Weil ich von Anderen auf einen vermeintlichen Fehler meiner Person hingewiesen werde. Weil sie mir dadurch Eigenschaften unterstellen, sich anmaßen zu urteilen und mich subjektivieren.

Auch wenn die Frage, oftmals verpackt in einen Witz, nicht von boshafter Absicht ist, ist sie dennoch gezielt gestellt, um auf einen Umstand hinzuweisen, der nicht der Norm oder dem gesellschaftlichen Ideal entspricht.

Ich werde mich im Folgenden nicht rechtfertigen und dir auch nicht erklären, warum ich mein Studium dann abschließe, wann ich es für richtig halte. Ich werde dir stattdessen lieber von drei Sätzen erzählen, die ich über mich selbst sagen kann und von denen ich weiß, dass sie von übergeordneter Wichtigkeit sind.

Ich möchte sie teilen, weil uns fast täglich suggeriert wird, etwas Bestimmtes darzustellen und es nicht leicht ist, seinen eigenen Weg zu gehen.

3 Dinge, die du meiner Meinung nach, über dich sagen können solltest:

1. Ich bin dankbar und glücklich.

Glück sollte man an erster Stelle immer bei sich selbst suchen. Mach dein Glück nicht von anderen Menschen, Errungenschaften oder von etwas Materiellem abhängig. Nimm dir Zeit und überlege dir, in welchen Situationen du bisher wahrlich glücklich warst.

Meist sind dies Momente, in denen wir uns vollkommen wohl fühlen mit unserer Situation – mit dem Jetzt – und keine Gedanken an Eventualitäten verschwenden: „Was wäre oder was hätte sein können?“ Unwichtig! Es liegt in deiner Hand, überlegte Entscheidungen zu treffen. Und sie in Taten umzusetzen: Sei glücklich so wie du bist.

Die Basis von Glück ist für mich Dankbarkeit. Schätze dein Leben. Gib dir und deinen Gedanken die nötige Aufmerksamkeit. Damit du dein Leben jeden Tag in vollen Zügen genießt. Nicht morgen, nicht an einem Montag, nicht nach deinem Studium und nicht erst ab der Rente.

2. Meine Zeit zählt und ihr widme ich jeden Augenblick.

„Meine Zeit?“ Überraschung: Du lebst nicht ewig und deine Zeit ist streng limitiert.

Zeit ist die wertvollste Ressource, die uns Menschen zur Verfügung steht. Nimm dir Zeit für dein Leben und lass sie nicht von äußeren Einflüssen bestimmen. Lebe im Moment. Verfolge deine Leidenschaft. Sei zusammen mit Menschen, die du magst und erlebe Großartiges: Essen, Sonne, klare Luft, Musik.

Mach dir klar, dass deine Zeit unbezahlbar, aber kostenlos ist. Du kannst sie nicht besitzen oder über ihr stehen, um sie zu kontrollieren – aber du kannst sie nutzen. Also werde dir ihrer Vergänglichkeit bewusst, fülle sie mit deiner Geschichte und mach sie jeden Tag wertvoller.

3. Ich gebe mir jeden Tag Mühe, die beste Version meiner Selbst zu sein.

Finde dich nicht mit deiner Situation ab. Wenn du das Gefühl hast, gerade nicht du selbst zu sein oder Ideen nachgehst, mit denen du dich eigentlich nicht identifizierst, dann denke daran: Wenn du nicht du selbst bist, bist du eigentlich gar nicht, sondern existierst einfach nur und lässt dich treiben. Frage dich: Gehst du wirklich deinen Wünschen nach? Verkündest du wirklich deine Meinung? Oder hast du das alles einfach mal irgendwo aufgeschnappt und bemerkt, dass es gut ankommt und dich deswegen dafür entschieden?

Feier deine eigenen Ideen, deine Stärken, deine Schönheit und dein Leben. Lebe dein Leben und mach deine eigenen Erfahrungen. Nur du bist für dich verantwortlich, niemand sonst. Also sorge dafür, dass du jeden Tag klüger, positiver und dankbarer wirst – dich entwickelst. Jeder Tag ist ein Geschenk, an dem du zu deiner besten Version werden kannst.

Du musst niemanden beeindrucken, außer dich selbst.

Hier kommst du zu meinem Artikel über das Leben zwischen zwei Kulturen.