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Kapstadt: Travel Diary Part 2

KAPSTADT • WOCHE 2

MONTAG

Der Montag begann nicht weit von unserem Airbnb im Kleinskys mit einem guten Bagel- und Pastrami-Frühstück.

Dank unseres Mietwagens konnten wir uns frei bewegen und ganz nach unserer Laune durch die Stadt und Umgebung fahren. Wir fuhren an diesem Tag überall vorbei, nirgendwo richtig hin und ließen uns einfach treiben.

Die Reservierung für das Abendessen machte ich bereits eine Woche zuvor, da das Kloof Street House immer extrem gut besucht ist. Die Kulisse des Restaurants ist extrem romantisch: ein Mix aus orientalischem Tee-Haus und indischer Jungle-Villa. Die Speise- und Getränkekarte kam uns sehr bekannt vor und so erfuhren wir, dass das Kloof Street House und das Asoka demselben Besitzer gehören. Wir fühlten uns demzufolge sehr, sehr wohl.

Dienstag

Am Dienstag frühstückten wir im Harvest Café in der Wale Street: extrem freundliches Personal, stylische Einrichtung und wunderbares, saisonales Essen.

Harvest Café Cape Town Poached Eggs

Das Harvest Café befindet sich im Stadtteil Bo Kaap, dem Stadtteil mit den unzähligen, bunten aneinandergereihten Häusern. Ich muss zugeben, ein wahrer Instagram-Traum! Jedes Haus und jede Straße in diesem wunderbaren Viertel stellt eine potentielle Shooting-Location dar. Kein Wunder, dass wir während unseres Aufenthalts mehrere Produktionen beobachten konnten.

Wir entschieden uns beim Frühstück, an diesem Tag noch in die Weingebiete nach Stellenbosch und Franschhoek zu fahren. Auf dem Weg dorthin fuhren wir bereits an unendlich vielen vielversprechenden Weingütern vorbei, entschieden uns aber spontan für Boschendal.

Traumhaft! Diese Entscheidung war definitiv die Richtige. Ich als Dorfkind, habe bereits viele schöne Bauernhöfe entdecken können, aber dieser erstreckte sich nicht nur über eine unüberschaubare Fläche, sondern war bis ins kleinste Detail durchgestylt und könnte einem Landlust-Magazin entsprungen sein.

Wieder zurück in der Mothercity wollten wir unbedingt den stadtbekannten Gatsby probieren. Ursprünglich sollte man dies bei Mariams Kitchen tun. Da es hierfür leider zu spät war, haben wir uns für ein Abendessen im The Raptor Room entschieden. Seid gewarnt: Gatsby ist nichts für schwache Mägen!

Meiner konnte die Formation aus großem Weizenbaguette, endlos viel Mayo, Pommes, frittiertem Hähnchen mit Soße und ein paar Gurken leider nicht verkraften..

Mittwoch

… während mein Freund bereits um 4 Uhr nachts und 7 Uhr morgens die Wohnung verließ um mich mit Medikamenten einzudecken, verbrachte ich den Mittwoch leider ausschließlich in unserem Airbnb.

Dank UberEat kam der Mann des Hauses immerhin noch zu einem außergewöhnlich gutem Sushi-Abendessen bei Oisho.

Donnerstag

Frühstück ausgelassen, Strandsachen gepackt und Kameras geladen.

Am Donnerstag wollten wir nach Boulders Beach: Pinguine sehen! An diesem Tag hatten wir sehr viel Glück, da die Pinguine nicht nur auf dem kostenpflichtigen Strandabschnitt waren, sondern auch zum etwas abgelegenen und wesentlich kleinerem Strand Waters Edge Beach kamen. So waren wir beinahe die einzigen Menschen unter Pinguinen und konnten Freundschaften schließen.

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Ein kleines, leichtes Abendessen gab es im Lighthouse Café in Simons Town. Zurück fuhren wir über meine wohl liebste Straße auf der Welt: Chapmans Peak. Dieser Anblick lässt wirklich alles vergessen.

Freitag

Da das Café unserer Begierde umgezogen ist, frühstückten wir im neu eröffneten Molten Toffee nebenan. Wie alles in Kapstadt war auch dieses Café stylisch und besonders in seinem Angebot.

Mein Freund musste mich für das folgende Highlight unserer Reise ehrlich gesagt ein wenig überreden. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein angelegter Garten einen Besuch wert ist: Kirstenbosch Garden ist aber kein normaler Park, sondern eher ein vielseitiger Natur-Erlebnis-Garten. Neben verschiedenen Gärten, die separat angelegt sind, gibt es Wanderwege, Wasserfälle und eine Holzbrücke, die durch die Baumkronen führt.

Kirstenbosch Garden Cape Town

Feinste Küche in 3 Gängen durften wir anschließend im Foxcroft in Constantia kennenlernen. Da wir relativ früh da waren, hatten wir Glück und bekamen ohne Reservierung einen Platz. Weniger Minuten später wäre das nicht mehr möglich gewesen. Deswegen: unbedingt reservieren!

Samstag

Weil wir am vorherigen Samstag noch längst nicht alle Stände des Old Biscuit Mill Neigbourgoods-Markets ausprobieren konnte, ging es auch am zweiten Samstag nach Woodstock.

Sonntag

Von vielen Einheimischen haben wir bis dato den Tipp bekommen zum Bakoven Beach zu fahren. Statt Strandsand findet man hier riesige Steine, von denen man eine wunderbare Aussicht auf den Atlantik hat.

Bakoven Beach war an diesem Tag jedoch leider überfüllt. Also fuhren wir weiter nach Llandudno und legten uns hier an den Strand, um uns einfach mal ausschließlich zu sonnen.

Lions Head Cape Town Signall Hill

Nachdem wir ein weiteres Mal auf den Signall Hill gefahren sind, um den Sonnenuntergang zu bestaunen, fuhren wir wieder zurück in die Stadt und steuerten ein angeblich typisch afrikanisches Restaurant namens GOLD an.

Während ich nicht wusste, ob ich lachen oder weinen sollte, stand mitten im Restaurant eine riesige Show-Bühne, auf der Animateure das Publikum aufforderten, auf ihren Trommeln die selben Takte zu schlagen wie sie.

Dass das Publikum zu 100% aus Touristen bestand, die selbstverständlich munter drauf los trommelten, spricht für sich.

Der Tisch neben uns freute sich sehr über Gesichtsbemalungen, Fotos mit farbigen Frauen in bunter Tracht, Traditionelle Tänze und ein „richtig tolles typisch afrikanisches Erlebnis“ von dem man der gesamten Bekannt- und Verwandtschaft nach 1 Woche All Inclusive Süd-Afrika Urlaub erzählen müsse.

Nach endlos erscheinender Zeit und unbeschreiblicher Fremdscham konnten wir das Lokal nach dem 6. Gang endlich verlassen.

Um fair zu bleiben, muss ich erwähnen, dass das Essen wirklich afrikanisch und auch wirklich sehr gut war. Das Theater und die Animation, sowie die Unreflektiertheit der Personen um uns herum waren uns aber definitiv zu viel des Guten.